Überweisungssysteme

Die Europäische Union ist bereits seit mehreren Jahren im Besitz einer gemeinsamen Währung. Dennoch wird vor allem im Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs immer wieder ein deutliches Defizit sichtbar. Basierend auf dieser Tatsache wurde ein gemeinsamer Zahlungsraum eingeführt. Damit der neue Zahlungsraum den wachsenden Anforderungen standhalten kann, wurden auch neue Überweisungssysteme eingeführt. Diese warten sowohl mit Vorteilen als auch mit Nachteilen auf. Bis dato gestaltete sich vor allem der internationale Zahlungsverkehr als äußerst schwierig. Dank des neuen europäischen Überweisungssystems ­SEPA konnte dieses Defizit beseitigt werden. Neben den Privatkunden profitieren auch die Unternehmen von der Einführung des europäischen Überweisungssystems. So müssen beispielsweise die Unternehmen nicht mehr im Besitz eines separaten Auslandskontos sein. Hieraus resultierend können die Unternehmen ihre Liquidität schnell erhöhen. Gleichzeitig wird den Privatkunden eine deutliche Kostenersparnis zur Verfügung gestellt. Möchte ein Privatkunde eine Überweisung auf ein Konto in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union tätigen, werden für diesen Vorgang keine Gebühren in Rechnung gestellt. Wie bereits erwähnt wurde, sind die neuen Überweisungssysteme mit nicht zu vernachlässigenden Nachteilen verbunden. Im Rahmen der Umstellung kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Darüber hinaus benötigen die einzelnen Unternehmen für jeden Kunden ein spezielles Mandat. In der modernen Finanzwirtschaft wird ein Mandat auch als Einzugsermächtigung bezeichnet. Wenn ein Unternehmen seine Überweisungssysteme umstellt, müssen alle Kunden über diesen Vorgang informiert werden. Mittels eines Mandates erlaubt eine Privatperson dem jeweiligen Unternehmen, alle vereinbarten Beträge im Rahmen eines Lastschriftverfahrens einzuziehen. Ohne ein entsprechendes Mandat dürfen auch die Kreditinstitute eine angeordnete Lastschrift nicht freigeben.