Arithmetische Armut

Arithmetik ist, ganz allgemein formuliert, das Rechnen mit Zahlen. Die sogenannte „Arithmetische Armut“ ist demnach eine in Zahlen ausgedrückte Armut. Das ist für Statistiker sicherlich ein wichtiger Anhaltspunkt; jedoch für solche Pressemeldungen kaum geeignet, wie sie vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband mit Sitz in Berlin publiziert werden. Der in den 1920er Jahren gegründete Verband versteht sich, abgesehen von den Dienstleistungen für seine Mitglieder, stets auch als ein Lobbyist für Kranke und Schwache. Dementsprechend sind die regelmäßigen Auftritte seines Hauptgeschäftsführers Ulrich Schneider in Funk und Fernsehen.

Armutsstudie mit unrichtiger und schräger Sichtweise

Die Verfasser dieser Studie und diejenigen, die sie verbreiten, sorgen mit ihrer schrägen, teilweise sachlich unrichtigen Darstellung für viel Verunsicherung in der Bevölkerung. Grundlage ist das Medianmodell. Die Statistiker arbeiten nach dem „Median des Netto-Äquivalenz-Einkommens“. Der Median ist in der Statistik ein zentraler Mittelwert, mit Abweichungen zu jeder Seite hin. Als Äquivalenz-Einkommen wird dasjenige Einkommen bezeichnet, das jedem erwachsenen Mitglied eines Haushaltes zur Verfügung steht, wenn es alleinlebend wäre. Die EU-Armutsgrenze wird statistisch bei 60% angesetzt, die der WHO oder der OECD bei 50%. 60% des Median-Einkommens sind in Deutschland rund 1.000 EUR. Dieser Betrag deckt sich in etwa mit der Pfändungsfreigrenze für eine alleinstehende Person. Bei dieser Einkommenshöhe pro Person kann noch keineswegs von einer bundesweiten Armutsgefährdung gesprochen werden.

Sozialgesetzbuch mit Grundsicherung, Sozialhilfe und Hartz IV

Als Armut nach dem Grundgesetz, dem GG wird eine Lebenssituation bezeichnet, in der es an den Grundbedürfnissen wie Unterkunft, Nahrung, Verpflegung, Bekleidung sowie an medizinischer Versorgung mangelt. Ein bundesweiter Median, so wie er in der Studie angewendet und vom Paritätischen Wohlfahrtsverband genutzt wird, berücksichtigt in keiner Weise die gebietlichen, regionalen oder örtlichen Gegebenheiten und Besonderheiten. Wohnungsmieten in Berlin, München und Hamburg sind anders als im ländlichen Bereich von Niedersachsen oder in der Eifel. Gleiches gilt für die Lebenshaltungskosten. Armut sollte in diesem Sinne nicht auf die Relation zu Wohlstand und einem dementsprechend luxuriösen Lebensstandard bezogen werden. Der deutsche Gesetzgeber zieht mit seinen jährlichen Anpassungen nach der Regelsatz-Ermittlungsverordnung klare Grenzen zu einer drohenden Armutsgefährdung. Eine rein zahlenmäßige Relation zwischen Wahlstand und Armut herzustellen macht den Gesamteindruck der Studie noch schräger. Auf jeden Fall müssen individuelle und regionale Unterschiede bei der Bewertung berücksichtigt werden, ob zum Beispiel bei demselben Einkommen eine Armut in Schleswig-Holstein genauso groß, größer oder weniger groß ist als in Baden-Württemberg oder in Bayern.

Dass jeder sechste Deutsche unterhalb der Armutsgrenze leben soll, ist weder zutreffend noch vermittelbar; es ist ganz einfach falsch. Der Leser dieser Studie wird ungewollt und unbewusst zum Opfer der Statistiker, die mit denkwürdigen Median-Grundlagen eine buchstäblich künstliche Armut erzeugen.

Mario Ohoven für den Erfolg des mittelständischen Handels

Der mittelständische Handel ist eine der großen Stärken der deutschen Wirtschaft. Der Mittelstand als eine Säule der deutschen Wirtschaft verkörpert mit seinen innovativen Produkten den Exportstandort Deutschland. Durch seinen starken Bezug zu Deutschland ist der Mittelstand im Gesamten zudem der größte Arbeitgeber in Deutschland, da mittelständische Unternehmen in der Regel in ihrer Region forschen, entwickeln und produzieren, – und auch Steuern bezahlen.
Um den mittelständischen Handel auch weiterhin erfolgreich gestalten zu können, hat sich der BVMW gegründet.

Der BVMW

BVMW bedeutet „Bundesverband mittelständische Wirtschaft“. Es handelt sich hier um den größten Dachverband mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Präsident des BVMW ist seit 1998 Mario Ohoven.

Mario Ohoven

Mario Ohoven stammt aus einer mittelständischen Unternehmerfamilie. Er selbst ist ebenfalls Unternehmer und Anlageberater und in beiden Branchen sehr erfolgreich. Dem BVMW steht er bereits seit 1998 als Präsident vor; darüber hinaus ist er auch Präsident des CEA-PME. Hierbei handelt es sich um einen Dachverband nationaler europäischer Mittelstandsvereine. Der Sitz ist Brüssel. Mario Ohoven ist mit Ute Ohoven verheiratet. Sie gilt als Deutschlands bekannteste Charity-Dame und ist Sonderbotschafterin der UNESCO. Das Paar ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Mario Ohoven und der mittelständische Handel

Mario Ohoven hat sich im Verlauf seiner langen Karriere stets mit aller Kraft für die Belange des Mittelstands eingesetzt. Hierbei ging es ihm nicht nur um Lobbyarbeit hinter den Kulissen sondern auch um eine breite gesellschaftliche Diskussion über die politischen Rahmenbedingungen, welche erforderlich sind, um den Mittelstand als Lokomotive der deutschen Wirtschaft auf Erfolgskurs halten zu können. Genau dieser Kurs könnte jetzt in Gefahr geraten: Durch das Freihandelsabkommen TTIP.

TTIP und der Mittelstand

Das geplante Freihandelsabkommen mit den USA wird ungeheuer kontrovers und nervös diskutiert, obwohl – oder gerade weil – niemand genau weiß, was eigentlich drinsteht. Die Chlorhühnchen-Debatte trägt hier sicher nicht zu einer Versachlichung der Argumente bei. Er hat sich zu TTIP klar und kompetent geäußert: Generell sei der Abbau von Handelshemmnissen gut und speziell für den exportorientierten deutschen Mittelstand eine große Chance. Allerdings sei die Befürchtung berechtigt, dass deutsche und europäische Normen unterminiert werden könnten. Im Besonderen nannte er hier das in Europa verankerte Vorsorgeprinzip etwa bei Lebensmitteln, den geplanten Regulationsrat und in erster Linie die geplanten Schiedsgerichtsverfahren.

Mario Ohoven warnt hier von einem Abbau der Demokratie und einer Absenkung europäischer Standards etwa in Bezug auf Nahrungsmittel und die entsprechende Kennzeichnungspflicht. In erster Linie aber sieht er in den Schiedsgerichten die Gefahr einer Privatisierung des Rechts. Er lobt hierbei Wirtschaftsminister Gabriel, der hier eine neue deutsche Verhandlungsposition ankündigt und ermahnt die Kanzlerin, hier ebenfalls Stellung zu beziehen.